Kurz eingeordnet: Die SIX Swiss Exchange in Zürich ist die Hauptbörse der Schweiz für Aktien mit dem Leitindex SMI; sie gehört der SIX Group und steht unter Aufsicht der FINMA.
| Betreiber | SIX Swiss Exchange AG, vollständige Tochter der SIX Group AG |
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| Entstanden | Mai 1995 aus Genf, Basel und Zürich; Wurzeln in Genf 1850; seit 2008 SIX Swiss Exchange |
| Sitz | Hard Turm Park, Pfingstweidstrasse, Zürich-West (seit Mitte 2017) |
| Handelszeiten | Börsentage 9:00–17:30 Uhr Ortszeit (Schweiz), gleich deutsche Zeit MEZ/MESZ |
| Gehandelte Produkte | Schweizer Aktien, ETPs, strukturierte Produkte, Anleihen |
| Aufsicht | FINMA; Marktüberwachung durch SIX Exchange Regulation |
| Leitindex | Swiss Market Index (SMI) |
Drei Börsen, ein Platz
Die SIX Swiss Exchange entstand 1995, als sich die Börsen von Genf, Basel und Zürich zusammenschlossen. Ihre Wurzeln reichen bis zur Genfer Börse von 1850. 2008 wurde der frühere Name SWX Swiss Exchange durch SIX Swiss Exchange ersetzt. Seit Mitte 2017 sitzt sie im Hard Turm Park in Zürich-West.
Mit der Umstellung auf den elektronischen Handel zwischen 1995 und 1996 endete der Ringhandel. In Zürich wurde der Ringhandel am 15. August 1996 abgeschafft.
Produkte, Zeiten und Index
Im Zentrum stehen Schweizer Aktien, vor allem Blue Chips, die im Swiss Market Index gebündelt sind. Hinzu kommen ETPs seit 2010 und strukturierte Produkte, die seit dem Ende des Gemeinschaftsunternehmens Scoach 2013 als SIX Structured Products geführt werden. Gehandelt wird börsentäglich von 9:00 bis 17:30 Uhr Schweizer Zeit; das entspricht der deutschen Zeit.
Die Schweiz kennt eigene Regeln, etwa Stempelabgaben und Kapitalmarktgesetze, die Anlegern aus Deutschland begegnen können. Der Handel in Schweizer Franken bringt zusätzlich Währungsrisiko ins Depot.
Aufsicht und Einordnung
SIX Exchange Regulation überwacht den Handel; die SMI-Berechnung ist selbstreguliert und steht unter Aufsicht der FINMA. Die Börse ist Teil der SIX Group, die von rund 120 Finanzinstituten getragen wird, die zugleich ihre Hauptnutzer sind.
Gegenüber BX Swiss in Bern, die zu Börse Stuttgart gehört, ist SIX die klar größere und traditionellere Plattform. Wer Schweizer Titel kauft, sollte Handelsplatz, Währung und Gebühren des eigenen Brokers prüfen.
Ein Detail, das Anleger aus Deutschland häufig überrascht: Auf Dividenden Schweizer Aktien wird Verrechnungssteuer einbehalten, die sich nach dem Doppelbesteuerungsabkommen teilweise erstatten oder anrechnen lässt. Dazu kommen Courtagen für Auslandsorders bei manchen Brokern. Die Handelszeiten decken sich mit Xetra, sodass Vergleiche einfach sind. Dennoch lohnt der Blick auf den Franken-Wechselkurs, da Währungsbewegungen die Rendite deutlich beeinflussen können. Für die steuerliche Einordnung sollten Sie fachkundigen Rat einholen, da die Regeln individuell wirken.
Auch die Auswahl zwischen direktem Kauf von Schweizer Aktien und ETFs auf den SMI ist eine Frage von Kosten, Streuung und Steuern. Der Börsenplatz allein beantwortet sie nicht, und Kaufempfehlungen sind mit diesem Eintrag ausdrücklich nicht verbunden.
Für wen passt das?
- Anleger, die Schweizer Aktien oder den SMI handeln wollen
- Leser, die SIX und BX Swiss unterscheiden möchten
- Interessierte an Börsenregulierung in der Schweiz