Keine Anlageberatung · Wertpapiere und Kryptowerte bergen Verlustrisiken

Börse & Handel

Spread

Kurz erklärt: Spread ist die Differenz zwischen dem Geldkurs (Bid), zu dem ein Marktteilnehmer kauft, und dem Briefkurs (Ask), zu dem er verkauft, und zählt zu den indirekten Handelskosten.

Zu jedem Wertpapier gibt es zwei Preise gleichzeitig. Der Geldkurs ist der höchste Preis, den ein Käufer bietet. Der Briefkurs ist der niedrigste, den ein Verkäufer verlangt. Wer sofort kaufen will, zahlt den Brief, wer sofort verkaufen will, erhält nur den Geld.

Rechenbeispiel

Notiert eine Aktie mit 20,00 € Geld und 20,04 € Brief, liegt der Spread bei 4 Cent oder 0,2 Prozent. Wer 1.000 € investiert und gleich wieder verkauft, verliert allein durch den Spread rund 2 €, auch wenn sich nichts am „Kurs“ ändert.

Was den Spread beeinflusst

  • Liquidität: Je mehr gehandelt wird, desto enger ist er.
  • Tageszeit: Direkt nach Eröffnung und zu den Randzeiten ist er oft weiter.
  • Volatilität: In unruhigen Märkten vergrößern Market Maker ihre Spannen.
  • Handelsplatz: Ein ETF kann an zwei Börsen unterschiedlich gestellt werden.

Wo er sichtbar wird

Bei Börsenhandel ist der Spread im Orderbuch erkennbar, bei Handelsplätzen mit Market Maker steht er in der Kursanzeige. Bei Kryptobörsen und CFD-Brokern gehört er ebenfalls zu den Kosten.

Eine Limit-Order innerhalb der Spanne kann den Spread teilweise sparen, wird aber nicht in jedem Fall ausgeführt. Vor dem Handel lohnt der Vergleich der Kosten insgesamt, nicht nur der Ordergebühr.

Gerade bei Sparplänen, die monatlich nur kleine Beträge investieren, macht ein Spread von 0,05 % über Jahre wenig aus, bei häufigem Handel summiert er sich dagegen. Bei Aktien mit wenig Umsatz kann er mehrere Prozent betragen und damit die Ordergebühr deutlich übersteigen.

Quelle: Deutsche Börse Group: Bid-Ask-Spread · Stand: Oktober 2026