Kurz erklärt: Sparplan ist die regelmäßige, automatische Anlage eines festen Betrags in einen Fonds, ETF oder eine Aktie zu einem vereinbarten Termin, meist monatlich.
Statt auf einmal eine große Summe einzuzahlen, legen Sie jeden Monat einen kleinen Betrag an, zum Beispiel 100 €. Der Broker kauft dafür zum Ausführungstermin Anteile, auch Bruchstücke. Die Beträge ziehen Sie per Lastschrift vom Referenzkonto ein oder buchen sie vom Verrechnungskonto ab.
Bausteine einer Sparplaneinrichtung
- Auswahl des Wertpapiers (ISIN) und des Handelsplatzes.
- Höhe der Rate und Ausführungstag, oft zwischen 1. und 28. des Monats.
- Rhythmus: monatlich, vierteljährlich oder wöchentlich.
- Möglichkeit, Raten zu ändern, zu pausieren oder zu kündigen.
Kosten
Viele Anbieter bieten kostenfreie Sparpläne für ausgewählte ETFs an. Bei anderen fällt eine Gebühr je Ausführung an, die bei kleinen Raten stark ins Gewicht fällt: 1,50 € auf 25 € sind 6 %. Deshalb lohnt der Blick ins Preisverzeichnis.
Wirkung über die Zeit
Regelmäßiges Anlegen verteilt den Einstieg über viele Zeitpunkte (Cost-Average-Effekt) und nimmt die Entscheidung über den richtigen Moment ab. Wer 200 € monatlich über 20 Jahre mit einer angenommenen Rendite von 5 % pro Jahr anlegt, kommt rechnerisch auf rund 82.000 € bei 48.000 € Einzahlung. Das ist ein Rechenbeispiel, keine Prognose.
Bei Kursverlusten sinkt der Wert der Anteile, auch wenn weiter eingezahlt wird. Ein Sparplan ist keine Garantie, sondern eine Methode der Einzahlung.
Praktisch wichtig ist die Frage des Verrechnungskontos: Ist es zum Ausführungstermin nicht gedeckt, wird die Rate nicht ausgeführt. Steuerlich gilt jeder Sparplankauf als eigene Anschaffung, beim Verkauf greift die Reihenfolge nach dem FIFO-Prinzip, bei dem die ältesten Anteile zuerst als verkauft gelten.
Quelle: Verbraucherzentrale: Fondssparplan · Stand: Oktober 2026