Kurz erklärt: Limit-Order ist ein Wertpapierauftrag mit festgelegter Preisgrenze: Gekauft wird höchstens zum Limit, verkauft mindestens zum Limit, sonst wird die Order nicht ausgeführt.
Mit einer Limit-Order legen Sie den Preis fest, nicht den Zeitpunkt. Ein Kauflimit von 45,00 € bedeutet: Die Order wird nur ausgeführt, wenn die Aktie für 45,00 € oder weniger zu haben ist. Ein Verkaufslimit gilt nach oben: Erst ab dem festgelegten Preis wird verkauft.
Gültigkeit und Teilausführung
Eine Limit-Order hat eine Laufzeit, zum Beispiel einen Tag, eine Woche oder bis zum Monatsende. Danach verfällt sie. Möglich ist auch eine Teilausführung: Stehen zum Limit nur 150 von 400 Stück bereit, wird zunächst ein Teil gehandelt, der Rest bleibt im Orderbuch, sofern kein „Alles-oder-nichts“-Zusatz gewählt wurde.
Vorteile und Grenzen
- Schutz vor überraschend schlechten Preisen, vor allem bei dünn gehandelten Papieren.
- Kein sofortiger Abschluss: Ist das Limit zu ehrgeizig, läuft die Order ins Leere.
- Bei Gaps über das Limit hinweg lässt sich der Kauf zum Wunschkurs nicht garantieren.
Im Vergleich zur Market-Order
Die Market-Order garantiert die Ausführung, aber keinen Preis. Das Limit garantiert den Preis, aber keine Ausführung. Diese Abwägung ist bei ETFs mit weiterem Spread oder am Wochenmorgen besonders spürbar.
Einige Börsen erlauben Zusätze wie „Immediate or Cancel“. Welche Optionen verfügbar sind, hängt vom Handelsplatz und vom Broker ab.
Üblich sind auch Zusätze wie „Fill or Kill“ (alles oder nichts, sofort) und Gültigkeiten wie „Good till cancelled“. Welche Zusätze zur Verfügung stehen, steht in den Handelsbedingungen. Bei außerbörslichem Handel mit festen Preisen ersetzt häufig ein verbindliches Angebot das klassische Limit.
Quelle: Deutsche Börse: Ordertypen und Orderzusätze · Stand: Oktober 2026