Keine Anlageberatung · Wertpapiere und Kryptowerte bergen Verlustrisiken

Börse & Handel

Market-Order

Kurz erklärt: Market-Order (Billigst- oder Bestens-Order) weist die Börse an, ein Wertpapier sofort zum nächsten verfügbaren Kurs zu kaufen oder zu verkaufen, ohne Preisgrenze.

Bei der Market-Order steht die schnelle Ausführung im Vordergrund. Beim Kauf spricht man von Billigst-Order, beim Verkauf von Bestens-Order. Den Preis bestimmen die Gebote und Gegengebote, die im Moment der Auftragserteilung vorliegen.

Wann Preisunterschiede entstehen

In liquiden Werten liegt der Ausführungskurs nah am angezeigten Preis. Bei dünn gehandelten Aktien oder kurz nach einer Nachricht kann er jedoch deutlich abweichen. Ein Beispiel: Wird eine Aktie mit 12,00 € / 12,30 € gestellt und das Orderbuch ist flach, kann ein größerer Kauf mehrere Preisstufen aufzehren.

Besonderheiten bei Börsen und Brokern

  • An Xetra gibt es Auktionen, in denen Market-Orders gesammelt und zu einem Preis ausgeführt werden.
  • Viele Broker zeigen bei Handelsplätzen mit festen Preisen vor dem Abschluss einen verbindlichen Kurs an; das ist formal eine Order zum angezeigten Preis.
  • Bei Wertpapieren mit geringer Liquidität weisen manche Broker auf die Möglichkeit eines Limits hin.

Abwägung gegenüber dem Limit

Wer ein Wertpapier unbedingt jetzt handeln will, nimmt Preisschwankungen in Kauf. Wer auf den Preis achtet, nutzt eher ein Limit. Gerade bei Handelsstart um 9:00 Uhr oder in Marktstress zeigt sich, wie weit beide Wege auseinanderliegen können.

Bei Zertifikaten und Hebelprodukten ist die Market-Order wegen schneller Kursbewegungen besonders sensibel.

In Auktionsphasen läuft es anders als im fortlaufenden Handel: Sammelt die Börse Market-Orders, wird zum Auktionspreis ausgeführt, bei dem der größte Umsatz möglich ist. Dadurch entstehen für alle Teilnehmer derselben Auktion identische Kurse.

Quelle: Deutsche Börse: Auktionen und Orderarten · Stand: Oktober 2026