Kurz erklärt: Stop-Loss-Order ist ein bedingter Verkaufsauftrag, der automatisch ausgelöst wird, sobald ein Wertpapier einen festgelegten Stop-Kurs erreicht oder unterschreitet, um Verluste zu begrenzen.
Der Stop-Kurs liegt unter dem aktuellen Kurs. Fällt die Notierung auf diese Marke, wird aus dem Stop eine Order. Welche Art von Order daraus entsteht, ist entscheidend.
Stop-Market und Stop-Limit
Beim Stop-Loss mit Market-Order wird nach der Auslösung zum nächsten Kurs verkauft. Das ist verlässlich in der Ausführung, aber ungenau im Preis. Beim Stop-Limit wird eine Limit-Order ausgelöst, die bei schnellen Kursverlusten unausgeführt bleiben kann.
Rechenbeispiel
Eine Aktie wird für 80 € gehalten, der Stop liegt bei 72 €. Eröffnet der Kurs am nächsten Morgen nach schlechten Zahlen bei 65 €, wird der Verkauf nicht zu 72 €, sondern zum ersten verfügbaren Kurs ausgeführt. Dieses Phänomen heißt Gap.
Was zu beachten ist
- Sitzt der Stop zu nah am Kurs, löst bereits normales Schwanken aus.
- Nicht jeder Handelsplatz und nicht jeder Broker unterstützt Stops börsenübergreifend; manche Stops liegen beim Broker und nicht an der Börse.
- Ein Stop schützt nicht vor einem Kursabsturz über Nacht.
Bei einem Sparplan auf breit gestreute ETFs verzichten viele Anleger auf Stops, weil Kursrückgänge dort vorübergehend sein können. Für kurzfristiges Trading gehört der Stop dagegen zum Risikomanagement, das Positionsgröße und Verlustgrenze verbindet.
Einen Stop sollten Sie nicht mit einer Garantie verwechseln. Er ist ein Auftrag, der bei Erreichen der Marke entsteht, und unterliegt wie jede andere Order den Bedingungen des Marktes. Steuerlich ist der Verkauf durch einen Stop ein normaler Verkauf, ein Verlust wird im Verlustverrechnungstopf erfasst.
Quelle: Deutsche Börse: Stop-Orders · Stand: Oktober 2026