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International

Nasdaq

Kurz eingeordnet: Die Nasdaq ist die erste vollelektronische Börse der Welt; sie wurde 1971 gegründet, ist für Technologiewerte bekannt und wird von der Nasdaq, Inc. betrieben.

Steckbrief Nasdaq
BetreiberNasdaq, Inc. (seit Februar 2008, zuvor kurzzeitig Nasdaq OMX Group)
Start8. Februar 1971 durch die National Association of Securities Dealers (NASD)
SitzNew York, Times Square (Manhattan)
HandelszeitenMontag bis Freitag 9:30–16:00 Uhr New Yorker Ortszeit, meist 15:30–22:00 Uhr MEZ/MESZ; zusätzlich Vor- und Nachbörse
AufsichtU.S. Securities and Exchange Commission (SEC)
MarktsegmenteGlobal Select Market, Global Market, Capital Market
LeitindizesNasdaq Composite und Nasdaq-100

Erste elektronische Börse

Am 8. Februar 1971 startete die Nasdaq als vollelektronische Plattform der National Association of Securities Dealers. Sie war damit die erste elektronische Börse überhaupt und ersetzte den Parketthandel von Anfang an durch Telefon- und Computernetze. Seit Februar 2008 betreibt die Nasdaq, Inc. den Handel; nach der Übernahme des schwedischen Betreibers OMX firmierte sie zeitweise als Nasdaq OMX Group.

Der Hauptsitz liegt am Times Square in New York; weitere Standorte gibt es in Kanada, Japan und über Beteiligungen in Europa.

Segmente und Mechanik

Die Nasdaq gliedert sich in den Global Select Market, den Global Market und den Capital Market, zuvor National Market und SmallCap Market. Auf ihr basieren Indizes wie der Nasdaq Composite und der Nasdaq-100, der große Nichtfinanzwerte bündelt. Vollelektronisch bedeutet: Mehrere Marktteilnehmer handeln über Electronic Communication Networks, kleine Aufträge werden über Systeme wie früher SOES gesichert.

Der reguläre Handel dauert von 9:30 bis 16:00 Uhr New Yorker Zeit, in deutscher Zeit meist 15:30 bis 22:00 Uhr. Die Wikipedia-Darstellung nennt Vor- und Nachbörse mit deutlich geringerem Volumen; aktuelle Zeiten dafür veröffentlicht Nasdaq direkt.

Einordnung

Historisch zog die Nasdaq kleinere, riskantere Technologieunternehmen an, weil Anforderungen und Kosten niedriger waren. Heute notieren dort auch Weltkonzerne. Das Image als Tech-Börse bedeutet nicht, dass jede Aktie dort eine Wachstumsgeschichte hat; die Bandbreite reicht von Großkonzernen bis zu hoch spekulativen Nebenwerten.

Gegenüber der NYSE unterscheidet die Nasdaq vor allem ihr Marktmodell mit mehreren Market Makern statt eines Parketts. Beide unterliegen der SEC. Für Anleger aus Deutschland gelten dieselben Fragen zu Währung und Quellensteuer.

Weil die Nasdaq stark durch Technologie geprägt ist, schwankt der Nasdaq-100 häufig stärker als breite Indizes wie der MSCI World. Das heißt nicht, dass er schlechter oder besser wäre; es bedeutet, dass die Konzentration auf wenige Großkonzerne die Entwicklung dominieren kann. Wer ETFs auf den Nasdaq-100 betrachtet, sollte die Gewichtung der größten Werte prüfen und die Risikostreuung bewusst planen. Verluste sind in Abschwungphasen deutlich möglich. Eine Handelsempfehlung ist mit dem Eintrag nicht verbunden.

Auch für die Nasdaq gilt, dass bei Kursen außerhalb der Kernzeit größere Spreads und geringere Liquidität vorkommen. Wer auf Nachrichten reagiert, erhält daher nicht immer faire Preise. Ein Limit und kleine Stückzahlen reduzieren das Risiko ungünstiger Ausführungen.

Für wen passt das?

  • Anleger, die den Nasdaq-100 oder Tech-Aktien verstehen wollen
  • Leser, die zwischen NYSE und Nasdaq unterscheiden möchten
  • Interessierte an der Geschichte elektronischer Börsen
Quellen: Nasdaq – Wikipedia · Nasdaq – Trading Hours · Stand: Oktober 2026