Keine Anlageberatung · Wertpapiere und Kryptowerte bergen Verlustrisiken

Börse & Handel

Trailing Stop

Kurz erklärt: Trailing Stop ist eine Stop-Order, deren Auslösekurs dem steigenden Kurs in festem Abstand nachgezogen wird, bei fallenden Kursen aber stehen bleibt.

Der Trailing Stop verbindet Verlustbegrenzung mit dem Mitnehmen von Gewinnen. Sie legen keinen festen Kurs fest, sondern einen Abstand, absolut (z. B. 5 €) oder prozentual (z. B. 8 %).

So bewegt sich die Marke

Eine Aktie kostet 100 €, der Abstand beträgt 10 %. Der Stop liegt zunächst bei 90 €. Steigt der Kurs auf 120 €, rückt die Marke auf 108 €. Fällt der Kurs danach auf 108 €, wird die Verkaufsorder ausgelöst. Sinkt der Kurs von 120 € nur auf 112 €, passiert nichts, der Stop bleibt bei 108 €.

Abstand wählen

Ein enger Abstand sichert Gewinne, löst aber schon bei normalen Schwankungen aus. Ein weiter Abstand lässt Spielraum, gibt bei einem Rückgang aber mehr Gewinn ab. Oft wird der Abstand an der Volatilität des Wertpapiers ausgerichtet.

Technische Umsetzung

  • Manche Broker führen den Trailing Stop selbst, nicht an der Börse; er gilt dann nur während deren Systemzeit.
  • An Börsenschluss und -eröffnung kann er übersprungen werden.
  • Beim Auslösen wird in der Regel eine Market-Order ausgelöst, der Kurs kann also unter der Marke liegen.

Nicht jeder Handelsplatz bietet die Order an; vor Nutzung sollten die Bedingungen des Brokers gelesen werden.

Ein Beispiel für die Wirkung der Wahl: Bei einer Aktie, die täglich im Schnitt um 2 % schwankt, ist ein Abstand von 3 % kaum sinnvoll, weil er fast immer ausgelöst würde. Passend ist ein Wert, der das normale Auf und Ab überlebt, aber bei einem Trendbruch greift.

Quelle: Deutsche Börse: Orderzusätze und Stop-Funktionen · Stand: Oktober 2026