Kurz erklärt: Verrechnungskonto ist das einem Depot zugeordnete Geldkonto, über das Käufe, Verkäufe, Dividenden, Gebühren und Steuern abgerechnet werden.
Jede Wertpapiertransaktion führt zu einer Geldbewegung. Kaufen Sie für 2.000 €, bucht die Bank den Betrag samt Gebühren vom Verrechnungskonto ab. Beim Verkauf wird der Erlös gutgeschrieben, ebenso Dividenden und Zinsen.
Funktionen
- Abwicklung aller Orders im Depot.
- Abbuchung von Depotgebühren und Steuern auf Erträge.
- Referenz für Sparplan-Lastschriften oder Einzahlungen vom Girokonto.
Deckung und Überziehung
Bevor eine Order ausgeführt wird, muss das Konto ausreichend gedeckt sein. Einige Broker erlauben kleine Überziehungen oder Wertpapierkredite, andere nicht. Ein Sparplan wird nicht ausgeführt, wenn die Deckung fehlt. Bei thesaurierenden Fonds kann auch die Vorabpauschale per Steuerabzug vom Konto eingezogen werden.
Zinsen und Sicherheit
Je nach Anbieter wird das Guthaben verzinst, oft gering oder gar nicht. Weil das Konto bei der Bank geführt wird, greift die gesetzliche Einlagensicherung, in der Regel bis 100.000 € je Kunde und Bank. Bei Brokern mit Partnerbank liegt das Konto bei dieser.
Für Sparer wichtig: Nicht benötigtes Geld lässt sich auf das Referenzkonto zurückbuchen. Wer größere Beträge länger liegen lässt, vergleicht besser Tagesgeldangebote. Ob Guthaben auf dem Verrechnungskonto verzinst werden, ist keine Pflicht und liegt im Ermessen der Bank.
Bei Gebühren und Steuern ist das Konto der Ort, an dem alles landet: Auch Depotentgelte werden hier abgebucht. Ein Blick auf die Kontoauszüge zeigt deshalb alle Kosten eines Jahres, was für die Prüfung der Preise im Depot nützlich ist.
Quelle: Verbraucherzentrale: Depot und Verrechnungskonto · Stand: Oktober 2026