Kurz erklärt: Margin bezeichnet die Sicherheitsleistung, die ein Händler beim Broker hinterlegen muss, um eine gehebelte oder auf Kredit finanzierte Position eröffnen und halten zu können.
Der Begriff taucht bei CFDs, Futures, Forex und bei Wertpapierkrediten auf. Die Initial Margin ist der Betrag, der beim Eröffnen gebunden wird. Die Maintenance Margin ist der Mindestbetrag, der während der Laufzeit erhalten bleiben muss.
Zahlenbeispiel
Ein Händler eröffnet eine CFD-Position im Wert von 10.000 € bei 5 % Margin und hinterlegt 500 €. Verliert die Position 400 €, bleibt noch 100 € Sicherheit. Unterschreitet der Kontostand die Maintenance Margin, erhält er einen Margin Call oder die Position wird automatisch geschlossen.
Margin Call und Zwangsliquidation
- Margin Call: Aufforderung, Geld nachzuschießen oder Positionen zu verkleinern.
- Close-out: automatische Schließung, oft zum ungünstigen Kurs, wenn der Markt schnell läuft.
Regulierung
Für Privatkunden in der EU gilt bei CFDs ein Schutz vor Nachschüssen, der Verlust darf also das Kontoguthaben nicht übersteigen. Zudem schreibt die ESMA Mindest-Margin-Sätze vor. Bei Margin-Lombardkrediten für Wertpapiere gelten dagegen oft eigene Bedingungen der Bank.
Verwechslungsgefahr besteht mit dem Begriff „Marge“ im Sinne von Gewinnspanne. Hier meint Margin die Sicherheitsleistung, nicht den Verdienst. Wer mit Margin handelt, bindet Kapital, auch wenn die Position noch im Plus steht.
Bei Futures an der Eurex legt die Börse Margin-Anforderungen fest, die sich mit der Volatilität ändern. In unruhigen Zeiten steigen sie, was Positionen zusätzlich unter Druck setzen kann. Händler planen deshalb Puffer über den Mindestbetrag hinaus ein.
Quelle: ESMA: Maßnahmen zu CFDs und Margin · Stand: Oktober 2026