Kurz erklärt: CFD (Contract for Difference) ist ein Differenzgeschäft, bei dem zwei Parteien die Preisänderung eines Basiswerts zwischen Eröffnung und Schließung der Position ausgleichen, ohne dass der Basiswert selbst erworben wird.
Der CFD-Händler besitzt weder die Aktie noch den Index, sondern schließt einen Vertrag mit dem Broker. Steigt der Basiswert nach einem Long-CFD, erhält der Händler die Differenz, fällt er, zahlt er sie. Die Position kann auch auf fallende Kurse (Short) eingegangen werden.
Margin und Hebel
Hinterlegt wird nur ein Bruchteil des Positionswerts als Sicherheit (Margin). Bei einer Margin von 5 % entspricht das Hebel 20. Sinkt der Kontostand unter eine Schwelle, schließt der Broker die Position automatisch (Margin Close-out).
Kosten
- Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
- Finanzierungskosten für über Nacht gehaltene Positionen.
- Gelegentlich Provisionen und Gebühren für Kursdaten.
Warnungen der Aufsicht
Die BaFin und die ESMA weisen darauf hin, dass ein großer Teil der Privatkunden bei CFD-Anbietern Geld verliert; Anbieter müssen die Quote verlustbringender Konten angeben, sie liegt häufig bei 70 bis 80 %. Seit 2018 gelten Hebelgrenzen, Nachschussschutz und Verbot von Boni.
Das Gegenparteirisiko liegt beim Broker, da der Vertrag außerbörslich abgeschlossen wird. Steuerlich zählen CFD-Gewinne und -Verluste in Deutschland zu den Einkünften aus Termingeschäften; die frühere Verrechnungsgrenze von 20.000 € wurde ab dem Jahr 2025 aufgehoben. Der Handel ist komplexer als der Kauf von Aktien und für viele nicht geeignet.
Die Handelsplattformen bieten oft Demokonten an. Die Bedingungen darauf unterscheiden sich von Realkonten, etwa bei Ausführungsgeschwindigkeit und Slippage, also der Abweichung zwischen gewünschtem und tatsächlichem Preis.
Quelle: BaFin: Allgemeinverfügung zu CFDs · Stand: Oktober 2026