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Aktien

Dividendenrendite

Kurz erklärt: Dividendenrendite setzt die jährliche Dividende je Aktie ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs und wird in Prozent angegeben.

Die Formel ist einfach: Dividende je Aktie geteilt durch Aktienkurs, mal 100. Zahlt ein Unternehmen 2,40 € bei einem Kurs von 60 €, beträgt die Rendite 4 %.

Warum der Kurs mitspielt

Bei gleichbleibender Dividende steigt die Rendite, wenn der Kurs fällt. Eine plötzlich hohe Kennzahl kann deshalb ein Warnzeichen sein: Der Markt rechnet womöglich mit einer Kürzung der Ausschüttung. Dann ist die Zahl rückwärtsgewandt und die künftige Dividende niedriger.

Was zusätzlich geprüft wird

  • Ausschüttungsquote: Welcher Anteil des Gewinns wird ausgezahlt?
  • Gewinn- und Cashflow-Entwicklung.
  • Dividendenkontinuität über mehrere Jahre.

Brutto und netto

Die Angabe ist brutto, also vor Steuern. Nach Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Quellensteuer bleibt weniger übrig. Das beeinflusst den Vergleich verschiedener Länder, weil Steuersätze auf Dividenden stark abweichen.

Grenzen.

Die Dividendenrendite sagt nichts über die Gesamtrendite, denn Kursgewinne oder -verluste fehlen. Außerdem unterscheiden sich Branchen: Versorger und Banken zahlen oft mehr aus als Technologieunternehmen, die Gewinne reinvestieren. Ein Vergleich über Branchen hinweg ist deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig.

Beispiel zum Vergleich.

Aktie A zahlt 3 € bei 100 € Kurs, Aktie B zahlt 5 € bei 100 € Kurs. B hat 5 % statt 3 %. Ist die Ausschüttungsquote bei B jedoch 95 % und bei A 40 %, hat A mehr Spielraum, die Dividende zu halten oder zu erhöhen. Bei Erträgen aus dem Ausland sollte zusätzlich geprüft werden, welcher Anteil als Quellensteuer abgezogen wird und anrechenbar ist.

Quelle: Deutsches Aktieninstitut: Kennzahlen zur Aktienbewertung · Stand: Oktober 2026