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Aktien

Dividende

Kurz erklärt: Dividende ist der Teil des Unternehmensgewinns, den eine Aktiengesellschaft nach Beschluss der Hauptversammlung an ihre Aktionäre ausschüttet, meist als Betrag je Aktie.

Nicht jede Gesellschaft schüttet etwas aus. Ob und wie viel, schlägt der Vorstand vor, die Hauptversammlung beschließt es. Wachstumsunternehmen behalten Gewinne oft im Unternehmen, etablierte Konzerne zahlen häufig jährlich, in den USA auch vierteljährlich.

Ablauf einer Ausschüttung

Nach dem Beschluss gibt es einen Ex-Tag, an dem die Aktie ohne Anspruch notiert. Wenige Tage später, am Zahltag, wird der Betrag auf dem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Der Kurs fällt am Ex-Tag in der Regel um etwa den Dividendenbetrag, rechnerisch steht das Geld ab dann nicht mehr im Unternehmen.

Ein Zahlenbeispiel

Zahlt eine Gesellschaft 2,00 € je Aktie und halten Sie 150 Stück, ergibt das brutto 300 €. Davon behält die Bank die Abgeltungsteuer ein, sofern kein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt. Bei ausländischen Aktien kommt oft eine Quellensteuer hinzu.

Was eine Dividende nicht ist

  • Kein garantierter Ertrag: Sie kann gekürzt oder gestrichen werden.
  • Kein zusätzlicher Wertzuwachs: Der Kurs sinkt um den Betrag.
  • Kein Qualitätsurteil: Hohe Ausschüttungen können auch eine Notlage anzeigen.

Die Ausschüttungsquote, das Verhältnis von Dividende zu Gewinn, hilft einzuordnen, ob das Niveau langfristig tragbar ist.

Dividende und Gesamtrendite.

Dividenden sind ein Teil der Gesamtrendite, nicht ihr Ersatz. Wiederangelegte Ausschüttungen erhöhen über Jahre den Bestand; bei Kursindizes wie dem DAX-Kursindex bleiben sie unberücksichtigt, beim Performanceindex werden sie wieder investiert. Dieser Unterschied erklärt, warum zwei Charts desselben Marktes sehr verschieden aussehen können. Fonds schütten Erträge aus oder thesaurieren sie.

Quelle: Deutsches Aktieninstitut: Dividenden · Stand: Oktober 2026