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Aktien

Ex-Tag

Kurz erklärt: Ex-Tag ist der Börsentag, ab dem eine Aktie ohne Anspruch auf die zuletzt beschlossene Dividende gehandelt wird; wer sie ab diesem Tag kauft, erhält die Ausschüttung nicht mehr.

Dividenden gehören dem, der die Aktie am Stichtag besitzt. Dieser Record Date liegt in der Regel einen Börsentag nach dem Ex-Tag, damit die Abwicklung (Settlement) noch Zeit hat. Maßgeblich ist daher: Wer die Aktie spätestens am Handelstag vor dem Ex-Tag kauft, bekommt die Dividende.

Kursabschlag am Ex-Tag

An diesem Tag wird die Notierung im Allgemeinen um den Dividendenbetrag nach unten angepasst. Beispiel: Eine Aktie schließt am Vortag bei 50,00 €, die Dividende beträgt 1,50 €. Der rechnerische Eröffnungskurs liegt dann bei 48,50 €, bevor Angebot und Nachfrage weiteres bewirken.

Ablauf im Überblick

  • Hauptversammlung beschließt die Ausschüttung.
  • Ex-Tag, meist der Folgetag der Hauptversammlung.
  • Zahltag, in Deutschland typischerweise zwei Bankarbeitstage später.

Kein Trick für schnelle Gewinne

Wer kurz vor dem Ex-Tag kauft und danach verkauft, erhält zwar die Dividende, verliert aber rechnerisch den gleichen Betrag über den Kursabschlag und zahlt dafür Steuer und Gebühren. Der Ex-Tag ist daher ein Termin zur zeitlichen Einordnung, kein Verfahren für Gewinne ohne Risiko.

Bei Aktien aus anderen Ländern weichen Termine und Abläufe teils ab. Termine veröffentlichen die Unternehmen auf ihrer Investor-Relations-Seite.

Typische Missverständnisse.

Oft wird angenommen, der Ex-Tag sei der Tag der Auszahlung. Tatsächlich liegen zwischen beiden mehrere Tage. Auch gilt der Kursabschlag nur rechnerisch: Am Markt kann die Aktie am Ex-Tag stärker oder schwächer notieren, weil gleichzeitig andere Nachrichten wirken. Bei ETFs mit Ausschüttung gibt es ebenfalls Ex-Termine, die der Fondsgesellschaft zu entnehmen sind.

Quelle: Deutsche Börse: Dividendentermine und Ex-Tag · Stand: Oktober 2026