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Aktien

Aktiensplit

Kurz erklärt: Aktiensplit: Bei einem Aktiensplit teilt eine Gesellschaft ihre Aktien im festen Verhältnis auf, sodass sich die Stückzahl erhöht und der Kurs entsprechend sinkt, während der Gesamtwert gleich bleibt.

Bei einem Split im Verhältnis 4:1 erhalten Aktionäre für jede alte Aktie vier neue. Eine Aktie zu 400 € wird zu vier Aktien zu je 100 €. Der Depotwert ändert sich dabei nicht, auch die Beteiligungsquote bleibt gleich.

Warum Unternehmen splitten

Sehr hohe Kurse schrecken manche Privatanleger ab. Nach einem Split wirkt die Aktie zugänglicher, die Handelbarkeit steigt. Wirtschaftlich entsteht dadurch kein Mehrwert, die Kennzahlen je Aktie passen sich nur an.

Steuer und Abrechnung

Ein Split ist in Deutschland steuerneutral: Die Anschaffungskosten werden auf die neue Stückzahl verteilt, die Haltedauer bleibt bestehen. Die Bank bucht die neuen Stücke automatisch ins Depot.

Der umgekehrte Fall

Beim Reverse Split werden Aktien zusammengelegt, etwa 10:1. Das geschieht oft bei niedrigen Kursen, um Börsenmindestwerte einzuhalten. Es kann auf wirtschaftliche Schwierigkeiten hinweisen, muss es aber nicht.

  • Kurscharts werden um Splits bereinigt.
  • Offene Limit-Orders werden von Börsen und Brokern in der Regel gelöscht oder angepasst.

Eine Dividende wird nach einem Split je neuer Aktie niedriger, die Summe bleibt gleich.

Wirkung auf Anleger.

Ein Beispiel: Sie besitzen 10 Aktien zu 500 € und das Unternehmen splittet 10:1. Danach haben Sie 100 Aktien zu je 50 €. Der Depotwert beträgt weiter 5.000 €. Anleger mit Sparplänen profitieren davon, dass sich kleine Raten besser auf die Aktie verteilen lassen. Vom Kursniveau selbst sollte man keine Aussage über die Bewertung ableiten: Eine Aktie zu 50 € ist nicht automatisch günstiger als eine zu 500 €.

Quelle: Deutsche Börse: Kapitalmaßnahmen im Überblick · Stand: Oktober 2026