Kurz erklärt: Wertpapierkennnummer (WKN) ist ein sechsstelliger Buchstaben-Zahlen-Code, der in Deutschland ein Wertpapier eindeutig bezeichnet und beim Kauf an der Börse zur Identifikation dient.
Jedes Wertpapier erhält von der WM Datenservice, die für die Vergabe zuständig ist, eine WKN. Sie besteht aus sechs Stellen mit Ziffern und Buchstaben, wobei die Buchstaben I und O ausgelassen werden. Die WKN von SAP lautet zum Beispiel 716460.
Aufgabe im Alltag
Bei Orders, Sparplänen und Suchen in Wertpapierportalen kann die WKN statt des Namens genutzt werden. So lassen sich ähnliche Bezeichnungen unterscheiden, etwa zwei ETFs mit fast gleichem Namen auf denselben Index.
Verhältnis zur ISIN
- Die ISIN ist international, zwölfstellig und beginnt mit einem Ländercode.
- Bei deutschen Wertpapieren enthält die ISIN die WKN als Bestandteil, aufgefüllt mit Nullen: DE000 + WKN + Prüfziffer.
- Seit einiger Zeit wird in der Praxis meist die ISIN bevorzugt, weil sie weltweit gilt.
Besonderheiten
Eine WKN verweist auf ein Wertpapier, nicht auf ein Unternehmen. Hat ein Unternehmen mehrere Aktiengattungen oder wird eine Aktie nach einer Umstellung neu aufgelegt, können mehrere Nummern bestehen. Auch Fonds-Anteilsklassen erhalten jeweils eigene Kennungen.
Wer eine Order abgibt, sollte stets die Kombination aus WKN oder ISIN und Handelsplatz prüfen, damit nicht ein anderes Papier gekauft wird. Kryptowährungen haben keine WKN im klassischen Sinn, wohl aber teils bei börsengehandelten Produkten darauf.
Die WKN hat in der Praxis an Bedeutung verloren, weil Auslandsbörsen sie nicht kennen. Bei Depotüberträgen oder Steuerbescheinigungen wird dagegen weiterhin sie oder die ISIN gefordert. Eine Suche nach der Nummer in Wertpapierportalen führt schnell zum passenden Produkt.
Quelle: WM Datenservice: WKN · Stand: Oktober 2026